Schimmel
Relativ häufig sind Schlafzimmer vom Schimmelbefall betroffen. Dies liegt oft an schwer zu ändernden Benutzungsverhältnissen: Einerseits soll das Schlafzimmer kühl sein und wird deshalb weniger beheizt, andererseits bleibt in der Nacht das Fenster gekippt, um frische Luft in das Zimmer zu lassen. Bei solcher Benutzung kommt es dann häufig zu Schimmelbefall im Fensterbereich oder auch an Außenwänden. Um Schimmelpilzen keine Chance zu geben, sollte die Luftfeuchte innerhalb von Räumen nicht über 60 bis 65 % steigen.
Richtig Luften
Schimmel hinter dem Badezimmerschrank, nasse
Fenster, schwarze Flecken im Schlafzimmer - das richtige Lüften von
Räumen und Gebäuden ist oft ein schwieriges Unterfangen. Zu beachten
sind folgende Punkte, um nicht nur Bauschäden, sondern auch
Energieverluste zu vermeiden. Fugenlüftung reicht nicht aus! Die
Fugenlüftung ergibt sich durch alle Undichheiten eines Gebäudes. In den
vergangenen Jahren wurde undichten Stellen vermehrt Beachtung geschenkt
und Gebäude wurden (was richtig und sinnvoll ist) dichter gebaut.
Dadurch sinken die Energiekosten, jedoch ist es erforderlich, aktiv zu
lüften. Übrigens: Um eine ausreichende Lüftung durch Fugen auch in
windarmen Zeiten sicherzustellen, müsste das Gebäude so undicht sein,
dass es bei Wind zu spürbaren Zugerscheinungen kommt Stoßlüften oder
Querlüften ist die beste Art der Fensterlüftung! Vermeidet
Energieverluste und Auskühlung der Bauteile. Gezielt und innerhalb
kürzester Zeit kann ein Luftaustausch - und damit die Entfernung des
überschüssigen Wasserdampfs - bewerkstelligt werden. Lüften Sie benutze
Räume etwa stündlich. Nebeneffekt: Schadstoffe werden auch abgeführt,
das Raumklima verbessert sich dadurch. Stoßlüftung: Bei ganz geöffnetem
Fenster 4-10 Minuten mehrmals täglich lüften (je kälter es ist desto
kürzer lüften)
Querlüftung: "Durchzug", alle Fenster 2-4 Minuten und mehrmals täglich
öffnen Spaltlüftung ist nicht zu empfehlen! Bei dieser Lüftungsart
("kippen") bleiben die Fenster oft sehr lange in der Kippstellung,
dadurch kommt es während der kalten Jahreszeit zu unnötigen
Energieverlusten. Durch die stärkere Auskühlung der Fensterlaibung kann
es sogar zu Schimmelbefall kommen.
Wer sich nicht sicher ist, ob die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kann
dies mit einem Hygrometer kontrollieren. Damit kann überwacht werden,
dass die relative Feuchte der Raumluft möglichst zwischen 40 und 60 %
liegt. Übrigens: Auch bei Regen sollten Sie lüften, da die Luft im Raum
erwärmt wird und dadurch Feuchtigkeit aus dem Raum aufgenommen werden
kann.
Schlafzimmer morgens gut lüften!
Wenngleich nach dem Aufstehen gelüftet wird, ist die Feuchtigkeit noch
nicht so stark in Wände und Möbel eingedrungen und kann leicht abgeführt
werden. Wenn nur am Abend gelüftet wird, sind ungleich längere
Lüftungszeiten erforderlich.
Unbeheizte oder weniger beheizte Räume sollten nicht durch die Raumluft
anderer Räume mitbeheizt werden. Denn der in der Luft des wärmeren
Raumes enthaltene Wasserdampf würde die relative Luftfeuchtigkeit in den
kalten Räumen sehr schnell ansteigen lassen und sich als Tauwasser an
den kälteren Oberflächen der Außenwände absetzen. Räume nicht zu stark
auskühlen lassen!
Türen von Räumen mit viel Feuchtigkeitsanfall sollten geschlossen
bleiben, damit die Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung verteilt
wird. Große Dampfmengen (wie beim Duschen, Kochen etc.) gleich ins Freie
ablüften und nach einer halben Stunde nochmals lüften. Schlafzimmer nach
dem Aufstehen lüften und nach einer halben Stunde nochmals lüften.
Auf zusätzliche Feuchtigkeit durch übermäßig viele Zimmerpflanzen,
Zimmerspringbrunnen, Verdunster an den Heizkörpern etc. sollten Sie
verzichten. Wäsche sollten Sie besser im Freien trocknen. Wenn Sie die
Wäsche unbedingt in der Wohnung trocknen müssen, sollten Sie dafür einen
geschlossenen Raum verwenden, in dem Sie das Fenster etwas kippen.
















